Modell für eine Gesellschaft der Zukunft

Mit seiner Sozialtheorie PROUT hat Prabhat Ranjan Sarkar eine multidimensionale Vision einer neuen Gesellschaft entworfen, in dem neue Formen von Wirtschaft und Politik am menschlichen Wohl, an ökologischer Nachhaltigkeit und an einem ganzheitlichen Fortschrittsverständnis gemessen werden.

Was möchte PROUT erreichen?

Sicherung der Grundbedürfnisse und Wohlstand für alle: Oberste ökonomische Priorität ist die Befriedigung der Grundbedürfnisse aller Menschen (Nahrung, Kleidung, Wohnung, Medizin, Bildung). Soziale Sicherheit und Wohlstand - nicht Luxus - sind eine wichtige Grundlage für die menschliche Entwicklung, individuell wie gesamtgesellschaftlich. Einkommens- und Vermögensunterschiede wird es immer geben, doch die absurden Besitzverhältnisse von heute - Bettler auf der einen, Milliardäre auf der anderen Seite - müssen verschwinden. Sie sind ein Schandfleck für die menschliche Zivilisation.
Im deutschen Sozialsystem , wie auch in denen anderer Länder Europas, ist die Sicherung der Grundbedürfnisse eigentlich gewährleistet. Einem über jahrhunderte gehender Kampf Benachteiligter gegen ausbeuterische Strukturen ist das zu verdanken. Das Ideal einer humanistischen Gesellschaft in der Chancengleichheit besteht, die Zivilgesellschaft politischen Einfluss hat und die Mittelschicht wirtschaftlich tragend ist, harrt noch seiner Verwirklichung

Ganzheitliches Wachstum

Ein rein ökonomisches Wachstum allein macht niemanden glücklich - auch wenn es nicht unwichtig ist. Auf einer gesunden ökonomischen Grundlage können sich Kultur und Bildung entfalten und den Menschen neue Möglichkeiten der Lebenserfüllung bieten. Sind ökonomischer Wohlstand und psychische Zufriedenheit eingekehrt, steigt das Verlangen nach “innerem Wachstum”, nach Kennen lernen des eigenen Ich/Selbst, kurz: nach Spiritualität. Eine entwickelte Spiritualität im Einzelnen wirkt durch Liebe, Toleranz, Intelligenz und Weitsicht positiv zurück auf die Entwicklung der Gesellschaft.

Ökologisches Gleichgewicht

Die Gesellschaft muss ein neues Verhältnis zur Natur entwickeln: Nachhaltigkeit und Liebe zu anderen Lebewesen (siehe Neohumanismus) sollten in einer neuen Landwirtschafts- und Umweltpolitik ihren Niederschlag finden.

Progressivität

Welche konkreten Maßnahmen und Methoden auch immer eingesetzt werden, alles im Leben unterliegt stetigem Wandel, und kein Gesellschaftssystem darf für sich “ewige Gültigkeit” beanspruchen. Das Festhalten an Überkommenem, wie z.B. „der Markt regelt alles“ führt zu Stagnation, Konflikten und Elend. Der “rote Faden”, der durch die gesellschaftliche Entwicklung führen soll, ist das ganzheitliche Wachstum des Menschen.

Eckpunkte einer neuen Gesellschaft

Nachfolgend in aller gebotenen Kürze einige Eckpunkte des PROUTschen Gesellschaftsmodells.

Autonome Wirtschaftsregionen

Jedes Land und jede Region besitzt ihre eigenen Potentiale, die es gezielt zu nutzen und zu fördern gilt. Das Ziel lautet ökonomische Unabhängigkeit (self sufficiency), d.h. Wohlstand und Vollbeschäftigung werden aus eigenen Ressourcen erwirtschaftet, weitgehende Selbstversorgung bei lebenswichtigen Gütern, freier Handel mit nicht essentiellen und mit Luxusgütern. Eine harmonische Wirtschaftsstruktur, d.h. ein ökologisch und kulturell gesundes Verhältnis von Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistung ist dabei zu beachten. Das Wirtschaftsgeschehen - z.B. Löhne und Preise - wird auf regionaler Ebene von repräsentativen gesellschaftlichen Gremien geplant und nicht vollständig den Gesetzen des Marktes überlassen. So werden Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze für alle gesichert. Transportwege werden drastisch reduziert.

Unternehmensformen

Nur Kleinfirmen können privat geführt werden. Die meisten der größeren Firmen sind in Besitz ihrer Mitarbeiter und werden durch diese demokratisch, d.h. genossenschaftlich geführt. Schlüsselindustrien stehen unter der Kontrolle regionaler Regierungen. Megakonzerne, naturgemäß von Eigeninteressen geleitet und in ihrer Entscheidungsgewalt mächtiger als Regierungen, widersprechen dem Geist einer sich frei entwickelnden Gesellschaft.

Politik

Aufbau einer Weltföderation, deren Anfänge heute in der UN zu beobachten sind. Staatsgrenzen definieren sich nicht länger an den Machtinteressen bestimmter sozialer Gruppen, sondern aus den natürlichen, d.h. historischen, kulturellen, ökonomischen und geographischen Gegebenheiten der einzelnen Länder und den spezifischen Identitäten ihrer Bürger.

Politiker werden für ihre Wahlversprechen in die Verantwortung genommen. Es werden Beiräte zur Überwachung der politischen Institutionen geschaffen.
Die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung, wird weniger an das richtige Parteibuch und Lobbyarbeit gebunden, sondern an die moralische Integrität die fachliche Kompetenz und die Weitsicht eines Politikers.

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