Vegetarische Ernährung

Nahrung soll nicht nur den Körper gesund und funktionsfähig erhalten, sondern auch die geistigen Funktionen unterstützen. Unser Denken und Fühlen wird durch die Ernährung beeinflusst.

Spirituelle Menschen ernähren sich vegetarisch. Sie wollen keinem Lebewesen Schmerz zufügen und nicht am Leid der Schlachttiere mitwirken. Vegetarische Ernährung ist vollwertig, wenn statt der tierischen Proteine die essenziellen Aminosäuren durch Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Nüsse und Saaten zugeführt werden. Auf diese Weise wird auch vermieden, tierische Tendenzen mit den Nahrungszellen aufzunehmen, und viele so genannte Zivilisationskrankheiten können nicht entstehen.

Die yogische Ernährung ist frei von stark riechenden

Stoffen wie Zwiebeln und Lauchgewächsen, und sie enthält wenige säuernde Substanzen. So wird der Organismus nach einiger Zeit wohlriechend, basisch und subtil. Diese Art von Ernährung wird als sattvisch bezeichnet, was so viel bedeutet wie fein und empfindsam. Nach der Yoga-Philosophie bewegt sich alles Existierende um den Kern der Schöpfung und unterliegt dabei den drei Prinzipien der Natur: Sattva, das feine, empfindsame, Raja, das veränderliche, rastlose und Tama, das statische, beharrende Prinzip. Meditierende bevorzugen sattvische Ernährung, denn dadurch findet der Geist Ruhe, Ausgeglichenheit und Leichtigkeit.

Die Nahrungsmittel werden, entsprechend ihrer Wirkung auf den Organismus, nach den drei Prinzipien folgendermaßen eingeteilt:

 

SATTVISCH

RAJASISCH

TAMASISCH

Erbsen, Bohnen, Linsen, Soja

Kaffee, schwarzer Tee

Fleisch

Milch, Milchprodukte

Saure Speisen (außer Milchsäure)

Fisch

Alle Arten von Nüssen

Scharfe Gewürze

Eier

Alle Getreide

Kohlensäurehaltige Getränke

Pilze (stark säuernd)

Gemüse

Schokolade (leicht rajasisch)

Zwiebeln und Lauchgewächse

Früchte

 

Tabak

Saaten und Samen

 

Alkohol

Gewürze/ Zucker/ Honig etc.

 

Drogen

Hierbei ist zu beachten, dass im Übermaß genossene sattvische Speisen, z.B. Zucker, durchaus eine tamasische Wirkung entfalten können und rajasische und tamasische Speisen unter besonderen Umständen, z.B. einer schweren Krankheit, sinnvoll sein können.

Für die vollständige Aufspaltung der Proteine, für die Herstellung und Nutzung der wichtigsten Nährstoffe für die Hirntätigkeit werden die Bestandteile der grünen Pflanzen benötigt. In gekochtem oder rohem Zustand sorgt die Anwesenheit dieser Substanzen als Katalysator für die richtige Aufschlüsselung der Nährstoffe. Grünes Gemüse sollte daher täglich in der Nahrung enthalten sein. Auch ein gewisser Anteil an rohem Gemüse und Obst ist wegen der besonders hohen biologischen Wertigkeit zu empfehlen. Die Farbstoffe und Vitamine in Früchten und Gemüse, die oft in der Schale enthalten sind, sind wichtige Helfer in der Immunstärkung und helfen bei der Krebsabwehr. Schließlich ist die Versorgung des Organismus mit den beiden essenziellen Fettsäuren (Omega 6 und Omega 3) für den Stoffwechsel von entscheidender Bedeutung. Sie sind in kalt gepressten Ölsaaten enthalten, besonders in Leinöl und Rapsöl.

Die feinstofflichen Schwingungen eines Menschen übertragen sich auch auf seine Umgebung und die Dinge, die durch seine Hände gehen. Empfindsame Personen essen daher keine Speisen, die nicht liebevoll zubereitet wurden. Man sollte auch vermeiden, Nahrung zu sich zu nehmen, wenn die eigene psychische Verfassung oder das direkte Umfeld sich in einem Zustand der Unausgeglichenheit befindet.

Alle Aktivitäten des Organismus, insbesondere die Hirntätigkeit, benötigen eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um optimal zu funktionieren. Zwei Liter Getränke täglich sind das Minimum, was wir unter normalen Umständen benötigen. Am besten ist immer noch klares Wasser. Zur Entsäuerung des Körpers empfiehlt sich auch stark verdünntes Zitronenwasser. Dieses hat im Körper eine basische Wirkung und neutralisiert übermäßige Magensäure.

Um den Organismus zu reinigen, dem Verdauungssystem eine Pause zu gönnen und den Geist von der ständigen Beschäftigung mit der Nahrung zu befreien, wird in Ananda Marga zweimal im Monat gefastet. 24 Stunden dauert diese spirituelle Übung. Jeweils am 11. Tag nach Vollmond und nach Neumond (Ekadashi) verzichtet man auf Essen und Trinken (letzteres nur bei guter Gesundheit), um die Allgegenwärtigsein des Unendlichen Bewusstseins besser wahrnehmen zu können

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